Die Weltstadt an der Donau – Wien
Seit zwei Jahren führt Wien die Mercer-Rangliste der Städte mit der höchsten Lebensqualität weltweit vor Genf und Zürich (Schweiz) an. Verglichen wurden 221 Metropolen unter anderem in den Kategorien: Politische und soziale Umgebung, Ökonomische Strukturen, Umwelt, Unterhaltung und soziokulturelle Bedingungen. Österreichs Wirtschaft boomt und das merkt man in der Hauptstadt Wien an jeder Hausecke. Jeder, der Wien einen Besuch abstattet, wird sofort merken, dass Wien eine ganz besondere Stadt ist.
Wien-Fakten
Wien ist die Bundeshauptstadt der Republik Österreich und hat eine Grundfläche von knapp 415 Quadratkilometern und knapp 1,7 Millionen Einwohner. Damit hat Wien eine Bevölkerungsdichte von ca. 4.100 Einwohnern pro Quadratkilometer und ist damit sehr dicht besiedelt – Hamburg hat beispielsweise eine Bevölkerungsdichte von ca. 2.700 Einwohnern bei gleicher Einwohnerzahl. Das Ballungsgebiet Großraum Wien hat ca. 2,4 Millionen Einwohner und damit lebt knapp ein Viertel aller Österreicher im Großraum Wien. Die Stadt Wien war über Jahrhunderte Kaiserliche Reichshaupt- und Residenzstadt der Habsburger und damit die Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches und kultureller und politischer Mittelpunkt Europas. Bis 1918 führte das Kaiseraus – zuletzt unter Karl I. von Habsburg-Lothringen – die Staatsgeschäfte Österreichs von Wien aus und das prägt durch die Vielzahl von historischen Gebäuden und Prachtstraßen bis heute das Stadtbild.
Kulinaria in Wien
Standardmäßig besucht nahezu jeder Wien-Tourist Schloss Schönbrunn, die Hofburg, den Stephansdom und natürlich den Prater mit seinem festinstalliertem Riesenrad. Das allein ist aber noch nicht Wien – Wien macht so viel mehr aus. Die Wiener Kaffeehäuser beispielsweise: Ein Besuch in einem der ältesten und traditionsreichsten Kaffeehäuser von Wien, dem Cafe Hawelka ist Pflicht. Ein Tipp am Rande: bestellen sie nie eine Tasse Kaffee oder gar ein Kännchen Kaffee. Sie werden nur unverständliche Blicke und Kopfschütteln ernten. Eine Tasse Kaffee gibt es nicht in Österreich – dafür hat man hier im Laufe der langen Kaffeehauskultur allerlei andere Namen entwickelt. So kann man ganz gepflegt einen „kleinen Schwarzen“ (Espresso) oder eine „Melange“ (Kaffee mit Milch und einem Klecks Milchschaum) genießen, Zeitung lesen, ein Stück Sachertorte essen, mit den Tischnachbarn schwatzen und dem Müßiggang frönen. Ein echter Wiener kann so durchaus mehrere Stunden in einem Kaffeehaus verbringen. Ein „echtes Wiener Schnitzel“ muss auch jeder Wien-Reisende einmal probieren – wenn er denn kein Vegetarier oder Veganer ist. Ein echtes Wiener Schnitzel ist ein dünnes, paniertes und ausgebackenes Schnitzel aus Kalbsfleisch – alles andere sind nur Schnitzel Wiener Art. Bekannt für die großen und überaus schmackhaften Schnitzel sind unter anderem die beiden Beisl (Restaurants) „Zu den 2 Lieserln“ im 7. Wiener Stadtbezirk Neubau und der „Figlmüller“ im 1. Wiener Stadtbezirk Innere Stadt. Auch ein Besuch auf dem Naschmarkt ist ein absolutes Muss. Auf dem Naschmarkt werden täglich von 9:00 bis 18:30 Uhr frisches Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch, Gewürze und frisch zubereitete Speisen aus aller Welt angeboten.
Unterwegs in Wien
Wenn man nach Wien kommt, bietet es sich an, eine Drei-Tages-Karte, Gruppenkarte oder Wochenkarte für die Wiener-Linien, dem öffentlichen Verkehrsunternehmen der Stadt Wien, zu kaufen. Das Netz der öffentlichen Verkehrsunternehmen ist ausgesprochen gut – jede Sehenswürdigkeit ist einfach und schnell mit der U-Bahn, der Straßenbahn (auch liebevoll „Bim“ genannt) oder den Bussen zu erreichen. Ein Tipp: fahren Sie mit der Ringlinie 1 der Bim einmal von einer Endhaltestelle bis zu anderen. Im Streckenverlauf sehen Sie Sehenswürdigkeiten wie Prater, das Hundertwasserhaus und das Kunsthaus, die Urania, die Alte Börse, das Rathaus, Burgtheater, Parlament, das Natur- und das Kunsthistorische Museum, Hofburg, Burggarten, Staatsoper und Karlsplatz. So kommt man günstig zu einer Stadtrundfahrt.